Venustransit – Eine gelungene Aktion


 

Die Schülerinnen und Schüler des Rudolph-Brandes-Gymnasiums erlebten am 8. Juni einen ganz besonderen Tag. Auf Anregung der Fachschaft Astronomie kam die gesamte Schülerschaft in der 2. Stunde ins PZ, um an einer Sonderveranstaltung teilzunehmen. Der Unterricht fiel für alle aus. Die Astronomie-AG hatte ein buntes Programm zusammengestellt.

Bild: Im PZ

Bild: Astronomie-AG

   
Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin, Helga Hohnemann, und dem Leiter der Sternwarte und Koordinator der Aktionen, Manfred Hoersch,

Bild: Frau Hohnemann und Herr Hoersch

   

wurden die Anwesenden mit einem effektvollen Intro von Christian Hoersch, auf das Thema eingestimmt.
Bild: Fabian und René (von links nach rechts)

Fabian Schildmann und René Lohmeyer, beide Mitglieder der Astronomie-AG, stellten mit einer Power-Point-Präsentation die astronomischen Hintergründe aber auch die geschichtlichen und künstlerischen Dimensionen der Venustransite dar. Schwierige Sachverhalte wurden durch anschauliche Animationen verständlich gemacht, sodass sich jeder ein Bild von den Vorgängen am Himmel machen konnte. Im Anschluss wurden Spezialsonnenbrillen verteilt, sodass alle bei wunderbarer Sicht das seltene Himmelsschauspiel betrachten konnten. Selbst an die 10. Jahrgangstufe hatte man gedacht. Diese unternahm an diesem Tag einen Wandertag nach Hamburg. Im Gepäck war jedoch eine ausreichende Anzahl der Spezialbrillen.
 
Interessierte Gruppen hatten zudem die Gelegenheit die Sternwarte aufzusuchen. Dort konnte man die Projektion der Sonnenscheibe betrachten. Die Sonne hatte auf dem Schirm einen Durchmesser von 30 cm. Dadurch war der dunkle Punkt einen cm groß. Personen, deren Sehvermögen eingeschränkt ist, konnten auf diese Weise den Venusdurchgang ebenfalls ausgezeichnet beobachten.

 

Bild: Schwarzer Fleck auf der Sonne, die Venus zieht vorbei

Bild: Auf der Sternwarte

Der Andrang auf der Sternwarte war zeitweise recht groß, da auch immer wieder unangemeldete Gruppen die Projektion betrachten wollten. Hier war man recht flexibel. Alle Gruppen, die von einer Lehrkraft begleitet wurden, wurden von Gerda-Ilka Borgelt, Vorsitzende der Sternfreunde, empfangen und informiert.
  
Auf der Terrasse waren zahlreiche Teleskope mit verschiedenem Sonnenfilter aufgebaut. Es lagen Brillen in ausreichende Zahl bereit, die sich die Besucher ausleihen konnten. Davon machten viele Bürgerinnen und Bürger Gebrauch.
 

Bild: Teleskope auf der Terrasse,
links: Ansgar Korte, rechts: Dominik Kerscher

 
 
 

Bild: Projektion, WebCam, Daniel Neumann am Computer

Sogar auf dem Schulhof hatte Ansgar Korte von der Walter-Hohmann Sternwarte in Essen ein Teleskop aufgebaut. So hatte eigentlich jeder die Möglichkeit, den Venustransit zu beobachten.
 
Die projizierten Bilder wurden mit einer WebCam live ins Internet übertragen. Das Interesse war überwältigend. In kurzer Zeit haben über 3000 Menschen die Seite der Sternwarte aufgerufen, um sich die Bilder anzusehen. „Wir hatten teilweise vier Zugriffe in der Sekunde“, schwärmte Dominik Kerscher von der Sternfreunden, der seinen privaten Server und die WebCam zur Verfügung gestellt hatte.
 
Die Astronomie-AG beteiligte sich am internationalen Experiment, das durch „Quarks & Co“ initiiert worden war. Dazu waren genaue Messungen erforderlich. Die Kontaktzeiten wurden sofort über das Internet weitergegeben. Die Auswertung ergab die Entfernung der Erde zur Sonne (die so genannte Astronomische Einheit) mit einer Genauigkeit von 5%.

 
Allen Beteiligen sei herzlich für ihr Engagement gedankt. Sie haben ermöglicht, dass für viele dieser Tag lange unvergessen bleibt. Es war wirklich ein Jahrhuntertereignis!
 
Die Bilder können im Internet unter http://gymnasium.lohfeld.de/sternwarte weiterhin betrachtet werden. 

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